Broccoli
Broccoli ist eine niederländische ECSP-lizenzierte Equity-Crowdfunding-Plattform für Startup-Investitionen ab 250 Euro, auch für deutsche Privatanleger zugänglich.
- Gründungsjahr
- 2022
- Instrumente
- Anteile
- Sprachen
- Englisch
Über Broccoli
Broccoli ist eine Equity-Crowdfunding-Plattform aus den Niederlanden, die sich auf Investitionen in wachstumsstarke Startups spezialisiert hat. Die Plattform wurde 2022 von der Broccoli B.V. gegründet und hat ihren Sitz in 's-Hertogenbosch, Niederlande. Broccoli für deutsche Anleger ist als grenzüberschreitender Anbieter zugänglich, da die Plattform über eine Zulassung als European Crowdfunding Service Provider (ECSP) gemäß der EU-Verordnung (EU) 2020/1503 verfügt. Die zuständige Aufsichtsbehörde ist die Autoriteit Financiële Markten (AFM) in den Niederlanden (Registrierungsnummer 85620793). Da es sich um einen ausländischen ECSP-Anbieter handelt, unterliegt Broccoli nicht der direkten Aufsicht der BaFin, ist jedoch im EU-Binnenmarkt reguliert und kann deutschen Anlegern Dienstleistungen im Rahmen des EU-Passes anbieten.
Das Geschäftsmodell von Broccoli unterscheidet sich grundlegend von klassischen P2P-Kreditplattformen: Statt verzinster Darlehen erwerben Anleger Eigenkapitalbeteiligungen (Equity) an frühen Wachstumsunternehmen. Dies bedeutet, dass die Rendite nicht in Form regelmäßiger Zinszahlungen, sondern potenziell durch Unternehmenswertsteigerung und spätere Exit-Ereignisse (z. B. Unternehmensverkauf oder Börsengang) entsteht. Gleichzeitig ist das Verlustrisiko bei Equity-Investments erheblich höher als bei besicherten Krediten, da Startup-Investitionen häufig zu einem Totalverlust führen können.
Broccoli versteht sich nach eigener Beschreibung als Online-Community für Startup-Investitionen. Anleger können ab einer Mindestanlage von 250 Euro in ausgewählte Wachstumsstartups investieren. Die Investitionen sind auf Euro denominiert und richten sich explizit auch an Privatanleger (Retail Investors). Das Plattformkonzept zielt darauf ab, den Zugang zu Frühphasenfinanzierungen zu demokratisieren, also Investitionsmöglichkeiten zu eröffnen, die traditionell Venture-Capital-Fonds oder Business Angels vorbehalten waren.
Hinsichtlich der verfügbaren Funktionen ist Broccoli aktuell (Stand: Juni 2026) vergleichsweise schlicht aufgestellt: Es gibt weder eine mobile App noch eine Auto-Invest-Funktion noch einen Zweitmarkt für den vorzeitigen Ausstieg aus Beteiligungen. Öffentliche aggregierte Statistiken zu Finanzierungsvolumina oder Dealflow-Historie werden ebenfalls nicht publiziert. Dies schränkt die Transparenz für potenzielle Anleger ein und erschwert eine datenbasierte Einschätzung der bisherigen Plattformperformance.
Die Plattform ist aktuell ausschließlich auf Englisch verfügbar, was für deutschsprachige Anleger eine sprachliche Hürde darstellen kann. Eine deutschsprachige Benutzeroberfläche oder deutschsprachiger Kundensupport ist nach aktuellen Angaben nicht vorhanden. Interessierte deutsche Anleger sollten sich vor einer Investition eingehend mit den englischsprachigen Plattformbedingungen und dem jeweiligen Investitionsprospekt auseinandersetzen.
Wie funktioniert Broccoli?
Anleger registrieren sich auf broccoli.com und durchlaufen eine Identitätsprüfung (KYC) sowie einen Angemessenheitstest gemäß ECSP-Verordnung. Nach der Kontoaktivierung können verfügbare Startup-Deals durchsucht und manuell ausgewählt werden. Da weder Auto-Invest noch ein Zweitmarkt existiert, erfolgt jede Investitionsentscheidung individuell. Der Mindestbetrag pro Beteiligung liegt bei 250 Euro. Anleger erwerben Eigenkapitalanteile an den finanzierten Startups. Erträge entstehen nicht durch laufende Zinszahlungen, sondern potenziell durch spätere Exit-Ereignisse wie einen Unternehmensverkauf oder Börsengang. Ein vorzeitiger Ausstieg ist mangels Zweitmarkt nicht möglich. Die Investitionen sind in Euro denominiert.
Wie eröffnet man ein Konto bei Broccoli?
- 1
Registrierung auf broccoli.com
Rufen Sie broccoli.com auf und klicken Sie auf die Anmeldung. Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und ein sicheres Passwort ein. Die Plattform ist ausschließlich auf Englisch verfügbar. Nach der Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse können Sie mit dem Onboarding-Prozess fortfahren.
- 2
KYC-Identitätsprüfung
Laden Sie ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) sowie ggf. einen Adressnachweis hoch. Die Identitätsprüfung ist gesetzlich vorgeschrieben (AML/KYC). Deutsche Anleger müssen ihre persönlichen Daten vollständig und korrekt angeben. Die Prüfung kann einige Werktage dauern.
- 3
Angemessenheitstest (ECSP)
Gemäß der EU-ECSP-Verordnung (EU) 2020/1503 müssen Privatanleger einen Angemessenheitstest absolvieren. Dabei werden Kenntnisse, Erfahrungen und finanzielle Verhältnisse abgefragt. Bei unzureichender Erfahrung erhalten Sie einen Warnhinweis. Der Test dient dem Anlegerschutz und ist für alle Retail-Investoren verpflichtend.
- 4
Erste Einzahlung vornehmen
Zahlen Sie mindestens den für Ihr erstes Investment erforderlichen Betrag (ab 250 Euro) per SEPA-Banküberweisung ein. Achten Sie auf den korrekten Verwendungszweck. Die Gutschrift erfolgt in der Regel innerhalb von ein bis drei Werktagen. Keine Einlagensicherung für eingezahlte Beträge.
- 5
Erste Investition tätigen
Wählen Sie manuell einen verfügbaren Startup-Deal aus, prüfen Sie das Basisinformationsblatt (KID) und die Unternehmenspräsentation sorgfältig. Bestätigen Sie Ihre Beteiligung ab 250 Euro. Da kein Auto-Invest und kein Zweitmarkt existieren, ist jede Entscheidung individuell und langfristig gebunden.
Ein- und Auszahlungen
- Einzahlungsmethoden
- SEPA-Banküberweisung
- Auszahlungsmethoden
- SEPA-Banküberweisung
- Einzahlungsdauer
- 1–3 Werktage
- Auszahlungsdauer
- Keine Angabe
- Mindesteinzahlung
- 250 €
Da keine Angaben zu Gebühren für Einzahlungen oder Auszahlungen veröffentlicht werden, empfiehlt sich eine direkte Klärung mit dem Plattform-Support. Ein Zweitmarkt existiert nicht, weshalb investiertes Kapital bis zum Exit des Startups gebunden ist. Eine vorzeitige Rückgabe von Anteilen ist nicht vorgesehen.
Gebühren und Entgelte
| Posten | Betrag |
|---|---|
Investition in Startup-Deals Keine öffentlichen Angaben zu Investitionsgebühren verfügbar. | Keine Angabe |
Einzahlung (SEPA) Keine veröffentlichten Gebühren für SEPA-Einzahlungen. | Keine Angabe |
Auszahlung Keine veröffentlichten Auszahlungsgebühren. | Keine Angabe |
Zweitmarkt Es existiert kein Zweitmarkt; Anteile können nicht vorzeitig verkauft werden. | Nicht vorhanden |
Inaktivitätsgebühr Keine öffentlichen Angaben zu Inaktivitätsgebühren. | Keine Angabe |
Historische Rendite
Die Rendite von Broccoli lässt sich auf Basis der verfügbaren öffentlichen Informationen nicht beziffern, da die Plattform keine aggregierten Statistiken zu historischen Renditen, finanzierten Volumen oder Exit-Ergebnissen veröffentlicht. Equity-Investitionen in Startups folgen einer grundlegend anderen Logik als P2P-Kredite: Es gibt keine garantierten Zinszahlungen. Die potenzielle Broccoli-Rendite entsteht ausschließlich durch Wertzuwachs und spätere Liquiditätsereignisse, die nach mehreren Jahren eintreten können – oder ausbleiben. Das Risiko eines Totalverlusts des eingesetzten Kapitals ist bei Frühphasen-Startup-Investments statistisch erheblich. Anleger sollten Startup-Investments ausschließlich als hochspekulativen Portfolioanteil betrachten und nur Kapital einsetzen, dessen Verlust sie sich leisten können. Eine unabhängige Beratung vor der ersten Investition wird ausdrücklich empfohlen.
Für welchen Anleger ist Broccoli geeignet?
Konservative Anleger sollten Broccoli meiden. Startup-Equity-Investments sind hochspekulativ, bieten keine laufenden Zinserträge und können zu einem vollständigen Kapitalverlust führen. Kapitalerhalt ist nicht gewährleistet.
Auch für moderate Anleger ist Broccoli nur als sehr kleiner Beimischungsanteil geeignet. Die fehlende Liquidität, das hohe Ausfallrisiko und mangelnde Transparenz sprechen gegen eine größere Allokation.
Risikoaffine Anleger mit langem Zeithorizont und Erfahrung im Bereich Venture Capital können Broccoli als spekulative Beimischung in Betracht ziehen. Eine breite Diversifikation außerhalb der Plattform bleibt essenziell.
Ist Broccoli sicher und reguliert?
Ist Broccoli seriös? Broccoli ist insofern seriös, als die Plattform über eine gültige Zulassung als European Crowdfunding Service Provider (ECSP) gemäß der EU-Verordnung (EU) 2020/1503 verfügt (Registrierungsnummer 85620793). Die zuständige Aufsichtsbehörde ist die Autoriteit Financiële Markten (AFM) in den Niederlanden. Deutsche Anleger können dank des EU-Passes grenzüberschreitend investieren; eine direkte Beaufsichtigung durch die BaFin besteht nicht.
Die ECSP-Zulassung verpflichtet Broccoli zu Anlegerschutzmaßnahmen, darunter der obligatorische Angemessenheitstest für Privatanleger und die Bereitstellung von Basisinformationsblättern (KID) für jedes Angebot. Wichtig: Es besteht KEINE gesetzliche Einlagensicherung für Investitionen auf Broccoli. Im Falle einer Insolvenz der Broccoli B.V. oder der finanzierten Startups droht der vollständige Verlust des eingesetzten Kapitals. Eine Rückkaufgarantie (Buyback) existiert nicht. Öffentliche Angaben zu externen Audits oder institutionellen Absicherungsmechanismen liegen nicht vor. Aufgrund der jungen Unternehmensgeschichte (gegründet 2022) und fehlender öffentlicher Statistiken ist eine fundierte Risikobeurteilung eingeschränkt.
Lizenzen und Regulierung
| Regulierungsbehörde | Nummer | Land | Prüfen |
|---|---|---|---|
Autoriteit Financiële Markten | 85620793 | Niederlande | Quelle |
Nutzerbewertungen
Alle Bewertungen ansehenWo Sie Broccoli finden
- Hauptsitz
- 's-Hertogenbosch, Niederlande
Konkrete Kontaktdaten wie E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder Support-Zeiten wurden auf Basis der verfügbaren Informationen nicht angegeben; bitte besuchen Sie broccoli.com für aktuelle Kontaktinformationen.