Mamacrowd
Mamacrowd ist eine ECSP-lizenzierte italienische Equity-Crowdfunding-Plattform für Start-up-Investments ab 200 Euro mit EU-Zugang für Privatanleger.
- Gründungsjahr
- 2014
- Instrumente
- Anteile
- Sprachen
- Englisch, Italienisch
Über Mamacrowd
Mamacrowd ist eine italienische Equity-Crowdfunding-Plattform, die 2014 in Mailand gegründet wurde und es Privatanlegern ermöglicht, ab 200 Euro direkt in wachstumsstarke Start-ups zu investieren. Betrieben wird die Plattform von der Siamosoci S.R.L. mit Sitz in Mailand. Mamacrowd für deutsche Anleger ist über den EU-Pass zugänglich, da die Plattform als zugelassener Schwarmfinanzierungsdienstleister unter der EU-Verordnung ECSP (EU) 2020/1503 von der italienischen Aufsichtsbehörde Commissione Nazionale per le Società e la Borsa (Consob) unter der Lizenznummer 815600DF7DBD1A836085 reguliert wird. Die BaFin beaufsichtigt die Plattform nicht direkt; die europäische ECSP-Lizenz erlaubt jedoch grenzüberschreitende Tätigkeiten innerhalb der EU.
Das Geschäftsmodell von Mamacrowd basiert auf Eigenkapitalbeteiligungen (Equity) an früh- und wachstumsfinanzierten Start-ups. Investoren erwerben Unternehmensanteile oder vergleichbare Beteiligungsinstrumente und partizipieren damit am wirtschaftlichen Erfolg des jeweiligen Unternehmens – oder tragen das volle Verlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Die Plattform beschreibt sich als Online-Community, in der Anleger und Gründerteams zusammenfinden. Der Fokus liegt auf dem italienischen Start-up-Ökosystem, wobei Investments in Euro denominiert sind.
Ein wesentliches Differenzierungsmerkmal gegenüber reinen Kreditplattformen ist die Equity-Struktur: Anders als bei P2P-Krediten oder Unternehmensanleihen gibt es keine festen Zinszahlungen oder Rückzahlungstermine. Renditen entstehen erst bei einem Exit-Ereignis – etwa einem Unternehmensverkauf (Trade Sale), einem Börsengang (IPO) oder einem Secondary Sale. Die Investitionsdauer ist entsprechend unbestimmt und kann viele Jahre betragen. Mamacrowd bietet weder einen Zweitmarkt noch eine Auto-Invest-Funktion an, sodass sämtliche Investitionsentscheidungen manuell getroffen werden müssen.
Die Mindestanlage beträgt 200 Euro pro Projekt, was für Retail-Investoren einen niedrigschwelligen Einstieg ermöglicht. Die Plattform unterstützt die Sprachen Englisch und Italienisch; eine deutsche Benutzeroberfläche ist nicht vorhanden. Eine mobile App steht derzeit nicht zur Verfügung. Aggregierte öffentliche Statistiken zu Funding-Volumen oder Deal-Flow werden von Mamacrowd nicht veröffentlicht, was die unabhängige Einschätzung der Plattformperformance einschränkt.
Als Vertrauenssignale kann Mamacrowd die ECSP-Zulassung durch die Consob sowie eine mehrjährige Betriebshistorie seit 2014 vorweisen. Auf Trustpilot verzeichnet die Plattform bei mehreren Dutzend Bewertungen eine überwiegend positive Stimmung, wenngleich einzelne Kritikpunkte zu Transparenz und Kundendienst bestehen. Institutionelle Partnerschaftsdetails oder externe Audits werden im Rahmen der verfügbaren Daten nicht ausgewiesen.
Wie funktioniert Mamacrowd?
Anleger registrieren sich auf mamacrowd.com, durchlaufen eine Identitätsprüfung (KYC) sowie einen Angemessenheitstest gemäß ECSP-Verordnung und laden anschließend Kapital per Banküberweisung auf ihr Konto. Im nächsten Schritt wählen sie manuell aus den verfügbaren Start-up-Kampagnen aus, da eine Auto-Invest-Funktion nicht existiert. Jede Kampagne hat ein Finanzierungsziel und eine Laufzeit; wird das Ziel erreicht, fließt das Kapital an das Start-up, und der Anleger erhält Unternehmensanteile oder vergleichbare Beteiligungsinstrumente. Erträge entstehen ausschließlich bei einem Exit-Ereignis (z. B. Unternehmensverkauf oder Börsengang). Einen Zweitmarkt für den vorzeitigen Ausstieg gibt es nicht. Alle Investments sind in Euro denominiert.
Wie eröffnet man ein Konto bei Mamacrowd?
- 1
Registrierung auf mamacrowd.com
Rufen Sie mamacrowd.com auf und klicken Sie auf „Registrieren" bzw. „Anmeldung". Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und ein sicheres Passwort ein. Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail, über die Sie Ihr Konto aktivieren. Die Plattform ist auf Englisch und Italienisch verfügbar.
- 2
Identitätsprüfung (KYC)
Laden Sie ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) sowie ggf. einen Adressnachweis hoch. Die Überprüfung dient der Einhaltung der EU-weiten Anti-Geldwäsche-Vorschriften. Ohne abgeschlossenes KYC sind Investitionen nicht möglich.
- 3
Angemessenheitstest (ECSP)
Gemäß der EU-ECSP-Verordnung müssen alle Anleger einen Angemessenheitstest absolvieren. Dabei werden Ihre Anlageerfahrung, Risikobereitschaft und finanzielle Situation abgefragt. Als unerfahrener Anleger gelten spezifische Schutzmechanismen und Wartefristen vor dem ersten Investment.
- 4
Erste Einzahlung
Überweisen Sie Kapital per SEPA-Banküberweisung auf Ihr Mamacrowd-Konto. Die Mindesteinzahlung orientiert sich an der Mindestanlage von 200 Euro. Beachten Sie, dass Einzahlungen in Euro erfolgen müssen und Transferzeiten von 1–3 Werktagen üblich sind.
- 5
Erste Investition wählen
Durchsuchen Sie die aktiven Start-up-Kampagnen, analysieren Sie die bereitgestellten Projektunterlagen (Pitch Deck, Finanzplan) und wählen Sie einen Betrag ab 200 Euro. Bestätigen Sie die Investition nach Durchsicht der Risikohinweise. Alle Entscheidungen werden manuell getroffen.
Ein- und Auszahlungen
- Einzahlungsmethoden
- SEPA-Banküberweisung
- Auszahlungsmethoden
- Banküberweisung auf hinterlegtes Konto
- Einzahlungsdauer
- 1–3 Werktage
- Auszahlungsdauer
- Keine Angabe
- Mindesteinzahlung
- 200 €
Mamacrowd akzeptiert Einzahlungen ausschließlich in Euro per SEPA-Überweisung. Spezifische Gebühren für Einzahlungen oder Auszahlungen werden in den öffentlich verfügbaren Daten nicht ausgewiesen. Da kein Zweitmarkt existiert, ist das investierte Kapital bis zu einem Exit-Ereignis des Unternehmens gebunden und nicht vorzeitig verfügbar.
Gebühren und Entgelte
| Posten | Betrag |
|---|---|
Investition (Anleger) Gebührenstruktur für Anleger nicht öffentlich ausgewiesen | Keine Angabe |
Plattformgebühr (Start-ups/Emittenten) Üblicherweise erfolgsabhängige Provision auf das eingesammelte Kapital; konkreter Satz nicht veröffentlicht | Keine Angabe |
Auszahlung / Rücküberweisung | Keine Angabe |
Zweitmarkt Kein Zweitmarkt vorhanden | Nicht verfügbar |
Währungsumrechnung Alle Investments in EUR | Entfällt |
Inaktivitätsgebühr | Keine Angabe |
Historische Rendite
Die Rendite von Mamacrowd ist strukturell anders zu verstehen als bei klassischen P2P-Kredit- oder Anleihenplattformen. Da es sich ausschließlich um Eigenkapitalbeteiligungen handelt, entstehen Erträge nicht durch laufende Zinszahlungen, sondern erst bei einem Exit-Ereignis – typischerweise einem Unternehmensverkauf, einem Börsengang oder einer Anschlussfinanzierung mit Liquiditätsoption. Die tatsächliche Rendite hängt damit vollständig von der wirtschaftlichen Entwicklung des jeweiligen Start-ups ab. Aggregierte historische Renditedaten veröffentlicht Mamacrowd nach aktuellem Stand nicht, weshalb eine verlässliche Einschätzung der durchschnittlichen Plattformperformance nicht möglich ist. Grundsätzlich gilt: Start-up-Investments bieten zwar überdurchschnittliches Renditepotenzial, sind aber mit einem erheblichen Verlustrisiko verbunden – bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Historische Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen.
Für welchen Anleger ist Mamacrowd geeignet?
Equity-Crowdfunding in Start-ups ist für konservative Anleger nicht geeignet. Das Kapital ist langfristig gebunden, es gibt keine Zinszahlungen, keinen Kapitalschutz und das Totalverlustrisiko ist real.
Auch für moderat risikobereite Anleger ist die Illiquidität und das hohe Start-up-Ausfallrisiko problematisch. Eine kleine Beimischung kann erwogen werden, sollte aber gut informiert erfolgen.
Risikobereite Anleger mit langem Anlagehorizont, Diversifikation im Portfolio und Erfahrung mit Venture-ähnlichen Investments können Mamacrowd als Beimischungskomponente in Betracht ziehen.
Ist Mamacrowd sicher und reguliert?
Ist Mamacrowd seriös? Die Plattform ist insofern seriös, als sie als zugelassener Schwarmfinanzierungsdienstleister unter der EU-Verordnung ECSP (EU) 2020/1503 von der italienischen Finanzmarktaufsicht Consob (Lizenznummer 815600DF7DBD1A836085) reguliert wird. Dieser EU-Pass erlaubt Mamacrowd, Dienstleistungen grenzüberschreitend in der gesamten EU anzubieten. Die BaFin beaufsichtigt die Plattform nicht direkt; für deutsche Anleger gilt das grenzüberschreitende EU-Regime. Zu beachten ist: Es besteht keine gesetzliche Einlagensicherung für Investitionen auf Mamacrowd. Das investierte Kapital ist nicht durch staatliche Sicherungssysteme geschützt. Schutzmechanismen wie eine Rückkaufgarantie oder einen Rückstellungsfonds gibt es bei Equity-Crowdfunding strukturbedingt nicht. Negative Bewertungen auf Trustpilot monieren fehlende Transparenz bei ausgefallenen Projekten und langsame Reaktionszeiten des Kundendienstes – Punkte, die Anleger bei ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten. Externe Audits oder Jahresberichte sind in den verfügbaren Daten nicht dokumentiert.
Lizenzen und Regulierung
| Regulierungsbehörde | Nummer | Land | Prüfen |
|---|---|---|---|
Commissione Nazionale per le Societa e la Borsa | 815600DF7DBD1A836085 | Italien | Quelle |
Nutzerbewertungen
Alle Bewertungen ansehenWo Sie Mamacrowd finden
- Hauptsitz
- Mailand, Italien
Konkrete Kontaktdaten wie Support-E-Mail oder Telefonnummer sind in den verfügbaren Daten nicht ausgewiesen; Kontaktmöglichkeiten sind direkt auf mamacrowd.com einsehbar.